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Schiedsrichter
Über das obere Auswahlmenü habt Ihr die
Möglichkeit die aktuelle Schiedrichterliste der VG 21 einzusehen. Außerdem gibt
euch Holger Bühring (Schiedsrichterobmann der VG 21) unter "Berichte" Einblick
in aktuelle Ereignisse.
Schiedsrichterecke
Regelentscheidungen vom Arbeitstreffen der
Obleute am 15.03.08 in Altenburg
Vorhand spielt ohne Spielansage aus und hat
noch nicht gedrückt.
Nach 4.1.1 beginnt das Spiel mit der
Spielansage. Der Spieler darf noch 2 Karten drücken und ein Spiel ansagen. Nach
4.1.2 darf eine ausgespielte Karte nicht zurück genommen werden. Passiert dieser
Verstoß in Mittel- oder Hinterhand ist auf Spielverlust zu entscheiden, weil
hier unrechtmäßig ausgespielt wurde.
Bei einem Null-Ouvert Hand spielt der
Alleinspieler in VH mit Farbe Herz 6mal ohne 9 und Dame und 2mal 7 + 9 Herz 8
aus. Mittelhand wirft die Karten auf den Tisch. Jetzt wird bemerkt, dass die
anderen beiden Herzen im Skat lagen.
Alleinspieler gewinnt wegen
Spielaufgabe.
Mittelhand sagt Null-Ouvert an, legt die
Karten auf den Tisch und sagt die "8" kommt raus.
Nur bei Ouvert-Spielen gilt diese
Ansage als Ausspiel. Bei Handspielen gilt weiterhin die auf dem Tisch abgelegte
Karte als Ausspiel.
MH reizt VH, VH passt bei 24 und MH sagt
Herz Hand an. Jetzt reizt HH 27. Gilt jetzt 3.3.9?
Nein, durch die Handspielansage wurde
der Skat nicht sichtbar und es muss weitergereizt werden.
MH ist Alleinspieler, sagt Grand Hand an
und legt 2weitere Karten auf den Tisch. Mitspieler fordern wegen falschen
Drückens.
Nein, hebt der Spieler bis zur
Vollendung des ersten Stiches die Karten wieder aus, wird normal weitergespielt.
Liegen nach dem ersten Stich die Karten immer noch, verliert der Spieler sein
Spiel nach 4.2.6.
Ein Spieler reizt "Grand Hand". Muss er
jetzt, wenn er Alleinspieler wurde, auch dieses Spiel spielen, hätte er ggf.
auch gleich Schneider mit ansagen müssen?
Einzig bei der Reizung Grand Hand legt
sich der Spieler fest einen Grand Hand zu spielen. Nachdem der Alleinspieler
feststeht, muss das noch einmal ordentlich mit Gewinnstufen angesagt werden.
Anfragen der Regelauslegung ans ISkG
(Arbeitstreffen 17.03.2007)
Kann ein Kiebitz reklamieren, wenn den Spielern
selbst ein Regelverstoß nicht auffällt?
Ja! Da die Spieler den Kiebitz zuvor
akzeptiert hatten, müssen sie den Hinweis auch beachten.
Liegt im Streitfall Nr. 136 nicht ein Verstoß
gegen ISkO 4.3.5 vor?
Streitfall aus „Der Skatfreund“ 1/2007
Der Alleinspieler sitzt bei einem Herz-Spiel nach dem 8. Stich in Vorhand. Er
überlegt lange, welche Karte er zum 9. Stich ausspielen soll. Vorhand führt
Kreuz-Bube und Herz-8. Mittelhand hat noch Karo-König und Karo- 9. In Hinterhand
befinden sich Herz-Ass und Herz-9. Die Überlegungen von Vorhand dauern
Hinterhand zu lange. Sie zeigt ihre beiden Trumpfkarten und erklärt
gleichzeitig: "Ich mache noch einen Trumpfstich". Der Alleinspieler verlangt nun
wegen Kartenverrats beide Reststiche. Hinterhand stellt fest, dass die
Gegenspieler bereits 49 Augen haben und mit seinem Herz-Ass auf 60 Augen kommen.
Der Alleinspieler reklamiert, dass Hinterhand mit dem Vorzeigen seiner Karten
nicht gleichzeitig auf diesen Umstand hingewiesen hat. Wie ist zu entscheiden?
Nein, der Gegenspieler beansprucht nicht
alle Reststiche. Er nimmt eine erlaubte Spielabkürzung vor, bei der er ohne
Augen des zweiten Gegenspielers tatsächlich auf mindestens 60 Augen kommen
muss.“ Trifft diese Aussage nicht zu, hat der Alleinspieler sein Spiel sofort
gewonnen.
Alleinspieler spielt Null ouvert Hand u. a. mit
Karo 7, 8, Dame, König und deckt mit der Aussage "ist nicht drin" den Skat auf.
Liegt Karo 9, 10 oder Bube im Skat, hat er
eine zulässige Spielabkürzung mit zutreffender einschränkender Erklärung
vorgenommen und sein Spiel gewonnen. Liegt keine dieser Karten im Skat, hat er
sein Spiel verloren. Dabei ist es unerheblich, wie die Karten bei den
Gegenspielern verteilt sind. Alleinspieler verliert dann wegen unberechtigter
Skateinsicht nach der Spielansage.
Alleinspieler legt 9 Karten auf, zwei verdeckt
als Skat, eine verdeckt extra, sagt sein Spiel an: "Null ouvert – und die spiele
ich aus."
Da die Spielansage mit 9 Karten erfolgte ist
das Spiel mit der Spielansage verloren. Dabei ist es unerheblich, ob der
Alleinspieler die gesondert gelegte Karte ausspielen wollte.
Während des Reizens sagt Hinterhand »Null
ouvert Hand«. Sie bekommt das Spiel, nimmt den Skat auf, drückt und sagt: Ich
spiele Grand. War Hinterhand verpflichtet einen Null ouvert Hand zu spielen oder
konnte sie den Skat aufnehmen und einen Grand ansagen?
Das Skatgericht spricht sich grundsätzlich
für das Zahlenreizen aus. Es hat sich aber bei allen Spielern fest eingebürgert,
dass anstellte von 23 auch Null gereizt wird. Wenn die Reizung Null für 23 ohne
Beanstandung bleibt, müssen auch die weiteren feststehenden Spielwerte für die
Nullspiele als Reizwerte anerkannt werden. Da auch hierzu kein eindeutiges Votum
der Obleute zustande kam, wurde vereinbart, dass sich das ISkG mit diesem Fall
befasst und seine Entscheidung mit diesem Protokoll mitteilt.
Entscheidung des ISkG: Es wird weiterhin
entschieden, dass die Ansage von Null-Spielen während des Reizens nicht als
Spielansage, sondern nur als Reizwert angesehen werden. Dieses gilt nicht bei
der Ansage "hat jemand mehr als Grand Hand". Hier verpflichtet sich der
Alleinspieler zur Durchführung eines Grand Hand Spieles.
Karten wurden ordnungsgemäß verteilt. Durch ein
Verschulden von Hinterhand hat Vorhand 11 Karten und Hinterhand 9. Diese
Kartenverteilung wird noch während des Reizvorgangs festgestellt.
Hinterhand ist Verursacher der Situation. Aus den 11 Karten von Vorhand wird
eine Karte gezogen. Hinterhand wird vom Reizen ausgeschlossen. Vorhand und
Mittelhand können neu reizen.
[nach
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